Joghurt spielte in meiner Geschmackswelt bislang eine Nebenrolle – im Salatdressing, zu Früchten oder vielleicht mal an der Seite von Müsli. Das hat sich mit meinem ersten Löffel Chobani „Greek Yogurt“ Coconut schlagartig geändert! Völlig unbeeindruckt vom typischen US-Überangebot an Food-Fantastereien zeigt mein Geschmackskompass seither beharrlich in Richtung dieser köstlichen Milchspeise …

Ganz ehrlich: Ich bin selbst etwas verwundert, dass ich über Joghurt schreibe. Mehr als zehn Tage touren und schlemmen wir uns jetzt schon durch Kalifornien. Selbstverständlich haben wir riesige Steaks auf noch größeren BBQ-Monstren gegrillt, hausgemachte Pasta in Little Italy oder Tacos von waschechten Mexikanern serviert bekommen, frischestes Roll-Eis geschleckt und Avocados in all ihren Erscheinungsformen verköstigt. Alles lecker!

Der kulinarische Kick blieb aus

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Bis zu diesem Joghurt! Und zu dem habe ich eigentlich auch nur gegriffen, weil … warum eigentlich? Vielleicht war es das schlechte Gewissen nach zu vielen In-N-Out Burgern. Wahrscheinlich! Schließlich gilt „Greek Yogurt“ in den USA als ausgesprochen gesund. Außerdem liebe ich Kokosnuss! In Kombination mit Milcherzeugnissen, habe ich an deutschen Kühltheken bislang aber eher fade Geschmackserfahrungen gesammelt.

Der Griff zum Chobani „Greek Yogurt“ Coconut hat das grundlegend verändert: Mit dem ersten Löffel machte sich ein herrliches Kokosnuss-Aroma auf meinem Gaumen breit. Dazu tanzte eine feine Säure mit einem Hauch Süß auf meiner Zunge, echte Kokosrapeln klopften den Takt und die cremig feste Konsistenz, von der die griechischen Pendants in heimischen Kühlregalen meilenweit entfernt sind, haben mich in den Joghurt-Himmel katapultiert.

Mit mageren sechs Prozent Fettanteil!

Das löste dann doch etwas Misstrauen aus: Was haben die Amis da wohl rein gepanscht? Sofort habe ich das Produkt gegoogelt. Aber abgesehen von ein bisschen zu viel Zucker, scheint alles okay zu sein. Das Geheimnis des „Greek Yogurt“ im US-Style: Viel Milch! Und für mich der Beweis, dass das Motto „Viel Fett = viel Geschmack“ nicht immer zutreffen muss.

Nebenbei habe ich eine echte amerikanische „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-, bzw. „Vom türkischen Schafhirten zum Milliardär“-Geschichte gefunden!

Ob die Story nun wahr ist oder ins Reich der Werbe-Mythen gehört – irgendwie unwichtig. Ich werde jetzt erstmal meinen Joghurt Jieper stillen und hoffe, dass Chobani bald auch den Weg in unsere Kühlregale findet.